BASF

Pressemitteilungen

BASF Future Business GmbH

01.02.07 12:00 Alter: 4 yrs

 

Unternehmensname/Rechtsform:
BASF Future Business GmbH, Ludwigshafen; 100-prozentige
Tochtergesellschaft der BASF Aktiengesellschaft.

Gründungsdatum:
April 2001

Anzahl der Mitarbeiter:
14

Unternehmensleitung:
Dr. Thomas Wehlage

Unternehmensziel:
Die BASF Future Business GmbH erschließt Geschäftsfelder mit überdurchschnittlichen Wachstumsraten, die außerhalb der BASF-Aktivitäten liegen. Das Unternehmen konzentriert sich auf chemiebasierte neue Materialien, Technologien und System­lösungen. Die BASF Future Business GmbH bedient sich BASF-eigener Einheiten für Forschungsaufgaben und kooperiert mit Start-up-Unternehmen, Industrie-Partnern, Universitäten und potentiellen Kunden. Andere Alternativen beinhalten den Erwerb einer direkten Beteiligung, den Abschluss eines Jointventures oder die Bereitstellung von Risikokapital durch die Tochtergesellschaft BASF Venture Capital GmbH.

Aktuelle Projekte:
Energiemanagement
Für die kommerzielle Nutzung neuer Formen der nachhaltigen
Energieerzeugung und neuer Energiequellen sind erhebliche Anstrengungen der Materialentwicklung und der Systementwicklung durch die chemische Industrie notwendig. Die Projektgruppe Energiemanagement in der BASF Future Business GmbH entwickelt Materialien und Komponentensysteme für neue Methoden der nachhaltigen Energienutzung, beispielsweise neue Materialien für Organische Leuchtdioden (OLED) in der Beleuchtungstechnik. Für leistungsfähigere Systeme portabler Energieversorgung wie Brennstoffzellen entwickelt sie neue Membransysteme.

Bei OLEDs handelt es sich um hauchdünne, leuchtende Bauelemente. In ihnen wird durch elektrische Anregung spezieller organischer Farbstoffe Strom direkt und verlustarm in Licht umgewandelt. Anders als konventionelle Glühbirnen werden sie beim Leuchten nicht heiß. Weil weniger Energie über abstrahlende Wärme verloren geht, verbrauchen OLEDs nur halb soviel Strom wie die herkömmliche Glühbirne. Da sie außerdem deutlich länger leuchten können und bei gleicher Leuchtstärke mit einer geringeren Wattzahl betrieben werden, können die Verbraucher mit OLEDs bis zu zwei Drittel ihrer Kosten für Beleuchtung einsparen. Die BASF arbeitet mit Philips und Osram daran, diese neue energiesparende Beleuchtungstechnologie zur Marktreife zu bringen. Dieses Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.

Die Brennstoffzelle soll im portablen Bereich als Generator oder Batterieersatz in elektronischen Geräten eingesetzt werden, im mobilen Bereich für den Antrieb von Fahrzeugen oder die Stromversorgung des Bordnetzes und im stationären Bereich zur Versorgung von Gebäuden mit Strom und Wärme. In Nischenanwendungen sind Brennstoffzellen bereits kommerzialisiert. Die BASF Future Business GmbH entwickelt in ihrem Forschungsprojekt Brennstoffzelle Membran-Elektroden-Ein­heiten mit verbessertem Eigenschafts- und Kostenprofil, was Voraus­setzung für den kommerziellen Erfolg der Brennstoffzelle ist. Die Aktivitäten wurden 2006 mit der Akquisition eines Spezialisten für Hochtemperaturmembranen, PEMEAS (Frankfurt), ausgebaut.

Nano- und biotechnologisch basierte Materialien
Nanotechnologie und Biotechnologie sind heute wesentliche Zukunftstechnologien für die chemische Industrie. In Orientierung an den fünf Forschungsclustern der BASF nutzt die Projektgruppe Nano- & Biological Materials diese beiden Zukunftstechnologien für die Entwicklung neuer Materialien.

Das Forschungsprojekt ?Pro-T-action? untersucht positive Eigenschaften von Milchsäurebakterien (Lactobacillen) für die Mund- und Hautpflege. Diese natürlich vorkommenden Bakterien können Kariesbakterien und unangenehmen Mund- und Körpergeruch bekämpfen. Ziel ist es, diese Bakterien in Körperpflegeprodukten einzusetzen. Dabei wird die BASF Future Business GmbH wesentlich von dem jungen Berliner Biotechnologie-Unternehmen OrganoBalance GmbH unterstützt.

Die Nanotechnologie wiederum spielt im Bereich der Elektronik eine wesentliche Rolle. Die Fertigung elektronischer Schaltungen erfordert aber aufwändige Prozesse. Zudem sind die heutigen elektronischen Schaltungen empfindlich gegenüber Verformung und Zerkratzen. Wenn Schaltungen wie Tinte auf Papier gedruckt werden können, werden sich viele neue Anwendungen ergeben. Die BASF Future Business GmbH entwickelt im Forschungsprojekt Druckbare Elektronik organisch leitende Materialien, die dann in angepassten Druckverfahren erste Produkte wie RFID-tags (über Radiowellen identifizierbare Etiketten), flexible Displays für elektronische Zeitungen, sowie elektronische Preis- und Werbeschilder für den Massenmarkt ermöglichen sollen. In diesem Projekt arbeitet die BASF mit zahlreichen Partnern, etwa der printed systems GmbH aus Chemnitz, zusammen.